01.09.2015 – Gute Initiative des Rates endet in politischem Scherbenhaufen

Wie wichtig es ist, rechtsradikaler Gesinnung entgegenzutreten, zeigt sich bei jedem Anschlag auf Flüchtlinge oder deren Wohnungen, die wir in der letzten Zeit wieder häufiger erleben müssen. Insofern war es durchaus vorausschauend, dass der Rat der Stadt vor drei Jahren ein Gutachten in Auftrag gegeben hat, das rechtsradikale Phänomene untersuchen und ein Handlungskonzept zur Bekämpfung ihrer Entstehung erarbeiten sollte.
Leider sind diese Bemühungen nunmehr offenbar gescheitert.
War schon das Konzept gegen Rechtsextremismus hinsichtlich seiner Qualität sehr umstritten, so ist die Umsetzung der Empfehlungen natürlich erst recht problematisch, wenn die Person, die das Konzept maßgeblich erarbeitet hat, vor die Tür gesetzt wird. Gleichzeitig, so ist zu hören, wird auch die wissenschaftliche Begleitung des Projektes seitens der Wissenschaft aufgekündigt.
Die Tatsache, dass immerhin der Assistent der Projektleitung seit 14 Tagen im Amt ist, vermag da auch nicht wirklich zu trösten. Immerhin dürfte der neue Mitarbeiter die Hammer Verhältnisse aber aus der Nähe kennen.
Die gute und richtige Initiative des Stadtrates endet so in einem politischen Scherbenhaufen. Die Verwaltung und das DRK sollten die entstandene Situation genau analysieren und auch über die projektierte Konzeption neu nachdenken. Einfach nur die handelnden Personen auszutauschen, greift etwas kurz!