07.07.2016 – GRÜNE Idee umgesetzt

Die Mitglieder des GRÜNEN Arbeitskreises Schule-Kultur-Sport (AK SKS) begrüßen die Mitteilungsvorlage der Verwaltung „Gesellschaftliche Teilhabe von Flüchtlingen am kulturellen Leben der Stadt Hamm“ (MV 0107/16). In der Sitzung verständigten sich die Mitglieder des Kulturausschusses auf unseren Vorschlag, anstelle der Bezeichnung „Flüchtling“ den Begriff „zugewanderte Menschen“ zu verwenden.

Am 14.03.2016 diskutierten Ulrich Kroker und Wolfgang Komo mit Vertreter*innen der Verwaltung in einer Arbeitssitzung das vom Rat der Stadt beschlossene Integrationskonzept für Zugewanderte. Sie machten deutlich, dass dieses um den Aspekt der Kultur ergänzt werden müsse. Während in der Zielsetzung des Konzepts von einer „sozialen, kulturellen, politischen und beruflichen Integration“ die Rede ist, um eine „eigenständige Existenz“ zu ermöglichen, fehlte dazu jede weitere Konkretisierung. Kultur ist aber nicht Aufgesetztes, nichts, was erst nach dem Erlernen der Sprache hinzukommt, sondern Kultur ist Mittel der Integration.

 

Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht und vollinhaltlich die GRÜNE Anregung aufgenommen. Die Chancen und Möglichkeiten der zahlreichen städtischen Kulturinstitute, die kulturelle Integration der Geflüchteten in Hamm zu unterstützen, werden ausführlich dargestellt. Wichtig ist die Erkenntnis der Vorlage, die kommunale Gesellschaftspolitik müsse den zugewanderten Menschen „Plattformen“ bieten, so dass sie sich auf „Augenhöhe“ in das gesellschaftliche Leben einbringen können.

Laut Vorlage ist Kultur ab sofort fester Bestandteil des Integrationskonzeptes der Stadt Hamm, dem mehr als nur ein kulturpolitisches Augenmerk zufällt.

„Nicht nur im Hinblick auf den Haushalt, sondern auch hinsichtlich der Konkretisierung und Realisierung der allgemeinen Ziele, die die Vorlage enthält, sollten und werden wir kritisch begleitend tätig werden“, so die beiden AK-Sprecher Wolfgang Komo und Ulrich Kroker. „Kultur als Mittel der Integration“ bedeutet u. E. auch, die Zugewanderten selbst zu Kulturschaffenden werden zu lassen und ihnen Präsentationsmöglichkeiten zu bieten.