22.02.2017 – Verlängerung der A 445 bis nach Rhynern?

Tatsache ist, dass der Verkehr besonders auf der A2 vor den Toren Rhynerns zugenommen hat, wie eine Recherche des WA bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ergab (s. WA 02.02.17) Zwischen Hamm und Bönen sind demnach ca. 20.000 Fahrzeuge pro Tag mehr unterwegs als 2010. Die Prognose vor dem 6spurigen Ausbau lautete insgesamt 75.000, jetzt sind es ca. 83.000 Fahrzeuge! Im Durchschnitt sind davon ca. 16.000 LKW und Busse.

Tatsache ist, dass in der derzeitigen, bundesweiten Schadstoffdiskussion lt. Frau Wichmann-Fiebig (Umweltbundesamt, Tagung 13.02.17) die Mehrbelastung z.B. bei dem gesundheitsschädigenden Stickstoffdioxyd auf dieselbetriebene Fahrzeuge insgesamt zurückzuführen ist. Tatsache ist, dass auf der B 63 zwischen Werl und Hamm ca. 2.700 LKW von ca. 18.000 Fahrzeugen unterwegs sind (WA 08.02.17)

Am Zahlenmaterial wird deutlich, dass die weitergeführte Logistikansiedlung den von uns erwarteten erheblichen  Zuwachs des dieselbetriebenen Verkehrs am südlichen Rand Rhynerns bewirkt hat. Das Ausmaß der Belastungen insgesamt – ausgedrückt in Zahlen – soll NRW-Straßen auf unsere Anfrage hin liefern. Eine Stellungnahme steht noch aus.

Es sei daran erinnert, dass in der Argumentation auch auf die Möglichkeit der Umfahrung des Kamener Kreuzes in nördlicher Richtung verwiesen wurde, d.h. neue Verkehre sind zu erwarten. Bei den Schleichwegen parallel zur B 63 sollte der Quell-und Zielverkehr betrachtet werden, ehe man eine Autobahn als Lösung dieses Problems propagiert.

Rechtfertigen die angesprochenen Zahlen die „dringend notwendige“ Weiterführung der A 445 zum Knotenpunkt Rhynern, wie die CDU in Rhynern meint?

Wir sehen, die Zahlen werden bleiben, wenn nicht gar bis 2030 steigen, wie Verkehrsprognosen  nahelegen, nur die Fahrzeuge werden umverteilt. Die unterschiedlichen Belastungen werden für das Gesamtscenario Rhynern und seine Aufenthaltsqualität mindestens erhalten bleiben.