Boomtown RadPott(i)…

23.01.2015 – Der Hunger von VW-Potthoff nach immer neuen Flächen für immer neue PKW-Halden scheint unersättlich. Der Bereich der ehemaligen Zeche Radbod ist fest in den Händen von RadPott(i) und prägt den städtebaulichen Eingangsbereich. Nun soll der alte Sportplatz an der Straße „Hüserstraße“ folgen. „Das von Grünstrukturen umsäumte Gelände“ des Sportplatzes soll für den Bau eines Mitarbeiter- und Kundenparkplatzes sowie einer Abstellfläche für Neufahrzeuge genutzt werden – so die Verwaltung in einer aktuellen Vorlage zur Aufstellung eines Bebauungsplans und nennt dies „sinnvolle Folgenutzung“. Was das bedeutet, kann man im Umfeld in Augenschein nehmen, so die GRÜNEN in einer Pressemitteilung.

Die GRÜNEN kritisieren, dass die Verwaltung aus finanziellem Eigeninteresse einseitig  den weiteren Flächenfraß mit der Aufstellung eines Bebauungsplans favorisiert. Bei den „Grünstrukturen“ handelt es sich allerdings um Wald ähnliche Strukturen im Übergang zum Naturschutzgebiet Alte Lippe und ehemaligem Radbodsee – für GRÜNE also ein ökologisch sehr sensibler und hochwertiger Bereich. Die Verwaltung hat bisher keine Artenschutzprüfung oder Umweltstudie in Auftrag gegeben, um alternative Nachnutzungen dieser Fläche zu entwickeln.

Gerade durch den Brückenschlag zwischen Lippepark und Halde Radbod wird dieser Bereich in Zukunft stärker durch Touristen und Naherholungssuchende frequentiert, die sicherlich nicht nur am Horizont eintönige Autohalden bestaunen wollen.
Die GRÜNEN gehen davon aus, dass es bereits erste konkrete Vorplanungen gibt, auf deren Grundlage der Bebauungsplan entwickelt werden soll. Deswegen erwarten die GRÜNEN schon jetzt konkrete Aussagen über die geplante Flächennutzung durch Potthoff. Sollte sich dabei herausstellen, dass es sich nur um einen Kahlschlag handeln wird, lehnen die GRÜNEN dieses Vorhaben ab.