Klimafreundlich mobil Hamm

03.05.2019 – Mobilitätszentrale allein reicht nicht

„Es ist schön und gut, dass die Verwaltung endlich die umweltfreundliche Mobilität fördern will!“, freut sich der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Ratsfraktion, Siegbert Künzel. Die Vernetzung der klimafreundlichen Verkehre, der Ausbau der Radstation und Ladestationen für E-Bikes direkt im Umfeld des Bahnhofs sind eine tolle Sache – auch wenn es erst 2020 – vielleicht – mit der Umsetzung des 1. Bauabschnitts losgehen wird.

Aus GRÜNER Sicht reicht dies allerdings nicht.

Wer zum Umstieg auf die klimafreundlichen Verkehrsmittel animiert werden soll, muss auch eine intakte, gut ausgebaute und sichere Verkehrsinfrastruktur erwarten dürfen. Wer als Autofahrer beispielsweise auf gerade frisch sanierten Fahrbahnen der Stadt mit Flüsterasphalt durch einen hohen Fahrkomfort verwöhnt wird, häufig grüne Welle hat, meist gut Parken kann, der wird als potentieller Alltagsradfahrer schnell merken, dass der Radweg neben der gerade frisch sanierten Straße total marode, holprig und gefährlich ist. Der wird schnell merken, dass Radfahrer selten Grüne Welle haben und durch abbiegende Autofahrer gefährdet wird. Der wird schnell merken, dass sichere Abstellanlagen und Ladestationen für E-Bikes – selbst an öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Ämtern etc. immer noch keine Selbstverständlichkeit sind.

Auch muss die Stadt endlich eine Antwort auf den zunehmenden E-Bike-Verkehr finden und die benutzungspflichtigen Radwege entsprechend ausbauen. „Da sieht man leider noch kein Licht am Ende des Tunnels in der autofreundlichen Stadt Hamm!“ so Siegbert Künzel.