17.11.17 – Modernisierung Oststraße ohne Konzept?

Der Verein City-Ost hat auf seiner letzten Vereinssitzung die Anschaffung von Spielgeräten für die Oststraße für das kommende Jahr beschlossen (WA 11.11.2017. Dieses Vorhaben ist sehr zu begrüßen.

Aber:

Mit dem Städtebaulichen Rahmenplan inklusive des Handlungskonzepts „Perspektive Innenstadt 2030“ wurde auch eine „Qualitätsoffensive Fußgängerzone“ (Projekt A 04) als prioritäre Maßnahme für den Zeitraum 2016-2019 vorgegeben. Hierzu sollte ein „vorgeschaltetes Qualifizierungsverfahren und ggfls. ein Wettbewerb stattfinden. Für die Oststraße wurden u.a. der Ersatz und die Ergänzung des bestehenden Mobiliars durch hochwertiges, einheitliches und neues Mobiliar sowie zusätzliche Sitzgelegenheiten vorgeschlagen. Die Errichtung von Spielmöglichkeiten sollte in Abhängigkeit mit dem „kurzfristig“ zu erarbeitenden Spiel- und Freizeitkonzept (Maßnahme D 07) angegangen werden.

Gerade mit dem Spiel- und Freizeitkonzept sollen räumliche Strukturen und Gestaltqualitäten der Innenstadt verbessert werden. Das „Spieleortekonzept“ dient dabei als ein Baustein zur Verbesserung von Spiel-, Sport und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Die Erarbeitung sollte in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen mit externer Unterstützung eines Planungsbüros erfolgen.

Nun wurden im politischen Raum weder die Ergebnisse des „Qualifizierungsverfahrens“ noch des Spiel- und Freizeitkonzepts vorgestellt. Unklar ist, ob überhaupt schon externe Büros beauftragt wurden. Klar ist allerdings, dass die Verwaltung mit der Fällung der Kugelahorne und der geplanten ausgedünnten Nachpflanzung von Blumeneschen die zukünftige Gestaltung vorgibt – ohne ein gestalterisches Gesamtkonzept vorzulegen, diskutieren und beschließen zu lassen.

Wir bitten deshalb um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie ist der aktuelle Sachstand der „Qualitätsoffensive Fußgängerzone“?
  2. Wie ist der aktuelle Planungs- und Umsetzungsstand des „Spiel- und Freizeitkonzepts“?
  3. Wie wird die Initiative des Vereins „City Ost“ in die (noch nicht vorliegende) Konzeption zur Aufwertung der Oststraße qualitativ eingebunden?
  4. Hat die Verwaltung dem Verein aufgrund eigener Überlegungen bereits Vorgaben für die Anschaffung der Spielgeräte an die Hand gegeben?
  5. Wie gewährleistet die Verwaltung, dass sich das geplante „Spieleortekonzept“ nicht von allein erledigt, da vor Beteiligung der Kinder und Jugendlichen bereits Entwicklungen und Strukturen durch die Realität vorgegeben werden?
  6. Wann gedenkt die Verwaltung ein abgestimmtes Gesamtkonzept für die Oststraße vorzulegen – inklusive der Weiterentwicklung der Grünstrukturen, des Mobiliars, zusätzlicher Sitzgelegenheiten sowie der Spiel- und Freizeitmöglichkeiten?