19.05.2016 – Glyphosat-Einsatz der Stadt sorgt für Ärger

Volker Burgard, GRÜNER Ratsherr und 1. Vorsitzender des Umweltausschusses, ist verärgert über die Informationspolitik der Verwaltung zum Umgang mit Glyphosat in Hamm. Auf die GRÜNE Anfrage zum Einsatz dieser von der WHO als krebserregend eingestuften Chemikalie in Hamm erläuterte Markus Bijan, Abteilungsleiter des Grünflächenamtes, ausführlich den Einsatz des in die Kritik geratenen Unkrautvernichtungsmittels bei der Stadt Hamm. Bijan ging in der Sitzung des Umweltausschusses am 15.09.2015 noch davon aus, dass Ende 2015 die EU-Zulassung von Glyphosat auslaufe. Er stellte in der Sitzung in Aussicht, dass Glyphosat nach derzeitiger Rechtslage ab 2016 auch nicht mehr bei der Stadt eingesetzt werden wird.

Nun stellt sich in dem Bericht des WESTFÄLISCHEN ANZEIGERs heraus, dass nicht nur Altbestände aufgebraucht, sondern sogar erneut 80 Liter der Chemikalie eingekauft wurden. „So geht das nicht!“ so Burgard.

Da die Chemikalie immer noch im Verdacht steht, krebserzeugend zu sein und sich an der rechtlichen Situation nichts geändert hat, hält Burgard es für angezeigt, dass die Verwaltung erneut in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses berichtet, wie es zu dieser „Abkehr von der angekündigten Linie“ gekommen ist und wieso die Politik hierüber nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Wie hoch ist die Halbwertzeit der von der Verwaltung gemachten Zusagen? Die Verwaltung sollte in ihrem Bericht zudem erklären, ob und welche alternativen Verfahren zum Chemikalien-Einsatz sie verstärkt erprobt hat, um letztendlich den Gifteinsatz zu beenden.