20.04.2018 – Wohnflächenanalyse für Rhynern gefordert

Seit einiger zeit macht sich die CDU in Hamm auf den Weg, begleitet von der Fachverwaltung, „kurzfristig private und städtische Flächen zu mobilisieren, die der  Errichtung von Wohngebäuden für breite Schichten der Bevölkerung dienen“ (s. Vorlage 0664/15), eine Aufgabe, mit der die Verwaltung beauftragt wurde. Grundsätzlich ist eine derartige Maßnahme sinnvoll, aber, wie in der Vorlage 1315/17 angesprochen wird, unvollständig. Es fehlt eine aktuelle Bestandsaufnahme.

Die GRÜNEN im Bezirk Rhynern bitten um die Beantwortung der folgenden Fragen:

Als Hintergrund diente 2015 u.a. die „hohe Flüchtlingszuwanderung“, auch jetzt wird wieder auf eine erhöhte Zuwanderung hingewiesen. Lassen sich für den Bezirk diese „Zuwächse“ beziffern?

In der Wohnraumbedarfsanalyse (2006) wurde festgestellt, dass selbst im Best-Case-Szenario der Wohnungsbedarf deutlich hinter den momentanen Baufertigstellungen zurückbleibe, d.h. hier ist auf „Vorrat“ gebaut worden. Auch im Sozialraum Rhynern? Im selben Konzept wird deshalb aus Gründen des Marktes ein Wohnungsabgang von 0,5% p.a. vorgeschlagen. Liegen dazu Zahlen für den Sozialraum vor?

Die aktuelle Statistik besagt, dass die Bevölkerung in Rhynern im 4.Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr um 0.6% abgenommen hat. Bis 2030 werden 1719 Personen weniger als 2014 prognostiziert. Was sich letztlich auf die Wohnraumnutzung auswirken muss.

Welche Gründe erklären aus Sicht der Verwaltung die Rückgänge vor allem in der Gruppe der Erwerbstätigen?Die Vorlage 1315/17 stellt fest, dass die Bestandsentwicklung “äußerst bedeutsam“ für die Entwicklung des Wohnungsmarktes Hamm sei. Die Fortentwicklung stelle eine “mindest ebenso“ wichtige Aufgabe der Stadtentwicklung dar. wie die Akquise von Bauland.

Somit ergeben sich Fragen:

Wie viele Wohngebäude sind vor 1945, wie viele nachher im Sozialraum erbaut? Lässt sich etwas zum baulichen Zustand sagen? Sind „Fortentwicklungen des Bestandes“ vorgenommen worden? Gibt es Wohnungsleerstände im Bezirk? In welchem Umfang?

Hat sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den vergangenen Jahren verändert?