20.09.2018 – Neues Wohnen Dierhagenweg – GRÜNE Forderungen

Mit Aufstellung des Bebauungsplans Neues Wohnen am Dierhagenweg ist glücklicherweise ein Sinneswandel bei Verwaltung und Politik erkennbar. Es soll weniger Fläche in Anspruch genommen werden und ein bunter Mix an Wohnformen (vom Eigenheim bis zum Mehrfamilienhaus) – zumindest – geprüft werden.

Damit allein wird die Stadtverwaltung ihrem vollmundig versprochenen Ansatz, „Neues Wohnen“ durchsetzen zu wollen, allerdings nicht gerecht.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen weiteres Optimierungspotential bei der Entwicklung dieses 23 ha großen Neubaugebietes. Ziel muss es sein, den enormen Flächenverbrauch, der erneut zu Lasten landwirtschaftlicher Flächen geht, so gering wie möglich zu halten.

Der Ansatz, einen bunten Mix an Wohnformen zumindest zu prüfen, wird begrüßt. Hier sollte aber gleichzeitig die Erfüllung der selbstgesteckten 35% Quote an bezahlbaren Mietwohnungen selbstverständlich sein.

Angesichts der erneuten Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Fläche und wertvollen Freiraums sollte Wert auf eine gründliche Analyse der klimatischen Funktion dieser Flächen gelegt werden. Selbstredend werden hierfür als Ausgleich für den Eingriff herausragende ökologische und energetische bauliche Lösungen erwartet, um diesen massiven Eingriff rechtfertigen zu können und die negativen Auswirkungen entsprechend zu minimieren.

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt:

  1. Um den Flächenverbrauch gering zu halten, erfolgen Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen vor Ort im Baugebiet (analog Sportplatz Papenloh).
  2. Die 35% Sozialwohnraumquote wird vollumfänglich umgesetzt.
  3. Eine autonome CO2-neutrale Energie- und Wärmegewinnung wird vorschrieben.
  4. Die über die gesetzlich vorgeschriebenen ökologischen Baustandards hinausgehende Lösungen werden als Ausgleich für den Eingriff berücksichtigt (z.B. Gründächer). Das ÖkoZentrum NRW wird als beratende Institution bei der weiteren Ausgestaltung der Pläne eingebunden.