23.08.2019 – Ungerechte Schülerfahrtkostenerstattung

„Die Realität der Schullandschaft scheint beim Schulministerium in Düsseldorf noch nicht angekommen zu sein“, ärgert sich Martin Linka, GRÜNES Mitglied im Schulausschuss, über die Ankündigung der Stadt, Schülerfahrtkosten für Gesamtschulen mit bilingiualem Bildungsgang nicht mehr zu übernehmen. Die Stadt verweist auf eine entsprechende Anweisung aus Düsseldorf.

Linka sieht darin eine deutliche Ungleichbehandlung der beiden Schulformen. Alle Schulen stehen mittlerweile in Konkurrenz zueinander – ein bilinguales Angebot erweitert das Profil der jeweiligen Schule und erschließt neue Schüler*innen für die jeweilige Schulform. „Durch die Anordnung aus Düsseldorf wird dieser – von CDU und FDP immer propagierte – Wettbewerb konterkariert“, so Linka.

Bilinguale Angebote tragen zu einer stärkeren interkulturellen Kompetenz bei – gerade im geeinten Europa eine sinnvolle und notwendige Aufgabe der Schulen.

„Unser FDP-Landtagsabgeordneter, Ulrich Reuter, sollte schnellstmöglich im Sinne der Hammer Schülerinnen und Schüler intervenieren und diesen Unsinn der ungleichen Schülerfahrtkostenerstattung stoppen“, fordert der GRÜNE Politiker. Und auch den Oberbürgermeister, Thomas Hunsteger-Petermann, sieht er in der Pflicht. „Mit seinen Kontakten sollte es ein Einfaches sein, die Umsetzung der Düsseldorfer Vorgaben bis zur generellen Klärung in der Landesregierung auszusetzen.