07.11.2015 – Ablehnung des Wirtschaftsplans fürs Hammer Museum

Wolfgang Komo, GRÜNES Mitglied im Kulturausschuss begründet seine Ablehnung zum Wirtschaftsplan des Gustav-Lübke-Museums:

  1. Eintrittspreisgestaltung
    • Es findet eine Verdoppelung der Preise, eine Steigerung um 100% statt. Das schreckt potenzielle Besucher ab. Zumal der Neugier-Effekt des Eröffnungsjahres jetzt vorüber ist.
    • Hamms Eintritte liegen dann zwar, wie man – wieder einmal dem WA und nicht der Vorlage entnehmen kann- durchaus in der Größenordnung der Museen von anderen Städten der Region mit ähnlicher Größe. Aber Hamm ist in einer anderen Situation: „Hamm steht beim Einkommen am Ende der bundesweiten Tabelle“ (WA, 01.12.15), „Hamm holt nicht auf“ (25.11.15). Da passen die Eintrittspreise dann auch nicht.
    • Für 2016 sind als Einnahmeerwartung für Eintritte insgesamt 282.000 € ausgewiesen sind, davon entfallen auf die Dauerausstellung (nach Auskunft im Kulturausschuss) 40.000 € (nach eingeplanter Preiserhöhung). Das heißt, ohne Preiserhöhung um 100% wären die Einnahmen nur 20.000 € geringer. Immer vorausgesetzt, die angenommenen Besucherzahlen treffen ein. Die Preiserhöhung leistet damit nur einen äußerst geringen Beitrag zu den Einnahmen leisten soll, sie ist daher eigentlich für das Finanzergebnis zu vernachlässigen.
  2. allgemein
    • Wenn man den Text der Vorlage liest, dann sind die Preiserhöhungen auch nicht wieder aufgetaucht. Dass sie dennoch gemeint sind, durfte man aus der Zeitung erfahren. Auch wenn man sich das hätte denken können und müssen – das Vorgehen und die Vorlage sind an dieser Stelle unfair und intransparent.
    • Dass die Daten für 2017ff. (mittelfristige Planung) noch nicht im Wirtschaftsplan auftauchen, ist zwar ehrlich, aber damit besitzen wir eigentlich keinen wirklichen Plan.
    • Und wenn man dann in der Begründung liest, dass im Rahmen der Haushaltsberatungen des nächsten Jahres erst über den Finanzierungsplan für die Ausstellungen der Jahre 2017ff. beraten und beschlossen wird, dann wird erst recht deutlich, dass es zumindest offiziell für das GLM keine belastbare Finanzplanung und Planungssicherheit gibt. Letztlich wird die bisherige Situation der haushaltsmäßig strukturellen Unterfinanzierung nicht beseitigt.