08.03.2016 – Grüne sehen sich in ihrer Forderung nach einer Enquete Kommission bestärkt

„Viel Geld damit Kinder etwas zu essen haben- nun essen sie nicht“ so lassen sich wohl die Ergebnisse der jüngsten Anfrage von Bündnis 90/die Grünen an den Schulausschuss zusammenfassen. „Wir fühlen uns durch die Stellungnahme der Verwaltung mit den aktuellen Zahlen bestätigt in unserer Anfrage und Sorge bezüglich der Mittagsverpflegung der Kinder in unseren Schulen“ so Petra Grünendahl stellvertretendes Mitglied im Schulausschuss.

Mensen, die für teures Geld gebaut wurden, stehen nun leer. Die teuer erkaufte Koalitionsforderung der SPD – kein Kind ohne Mahlzeit -gerät zur Farce, denn die Kinder essen nicht – zumindest nicht dort, wo sie sollten, nämlich in den schuleigenen Mensen, wo es Ihnen kostengünstig angeboten wird.

Die von Bündnis 90/die Grünen im Vorfeld Ihrer Anfrage geführten Gespräche mit beteiligten Akteuren ergaben genau diese Problematik und aus eben diesem Grund schlugen sie die Einrichtung einer Enquete Kommission vor, die sich parteiübergreifenden eingehend mit Ursachen und Lösungsmöglichkeiten befassen sollte. Dies lehnte die Mehrheit des Schulausschusses mit dem Argument der Unnötigkeit ab. Nun stellt Petra Grünendahl erneut die Frage, wie die Verwaltung mit den Ergebnissen umzugehen gedenkt. Wie wollen sie die Mensen wieder attraktiver gestalten, um drohenden Leerstand zu vermeiden und wie wollen sie dafür Sorge tragen, dass Kinder die achte Stunden am Tag in der Schule sitzen eine gesunde Mahlzeit zu sich nehmen, um dem Unterricht konzentriert folgen zu können?

Es reicht hier wohl kaum aus, wenn die Mitglieder des Schulausschusses künftig in den Schließungszeiten in einer Mensa nach der anderen tagen. Gespräche mit allen beteiligten Akteuren müssen geführt und Lösungen erarbeitet werden.

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