08.08.2018 – Quo vadis Rhynern?

Nach der Entscheidung der Sparkasse, ihr Filialnetz in Rhynern am Standort im Dreiländereck zu konzentrieren (WA berichtete), fordern die GRÜNEN in Rhynern weitere Informationen von der Verwaltung.

„Es ist leider eine einsame Entscheidung der Sparkasse, ihr Filialnetz in Rhynern neu zu strukturieren“, kritisiert Andrea Pfeifer, Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Rhynern die bisherige Informationspolitik. Die Diskussion über die Folgen dieser Entscheidung müsse nun nachträglich geführt werden. Denn durch die Aufgabe der Standorte Unnaer Straße und Dambergstraße wird die bisherige Nahversorgungskonzeption der Stadt nachhaltig verändert.

„Was bleibt von der Idee der neuen Mitte Westtünnen, was von der Stärkung des Ortskerns Rhynern, wenn nach und nach die letzten Frequenzbringer die Segel streichen“, umreist der GRÜNE Bezirksvertreter Ulrich Kroker die neuen Fragestellungen.

Die GRÜNEN fordern nun umgehend die Aktualisierung bestehender Planungen. Mit Blick auf die Fortschreibung des Kommunalen Einzelhandelskonzepts erwarten sie nun Antworten, wie und mit welchen Mitteln die Stadtteilzentren langfristig stabilisiert und aufgewertet werden sollen. „Es zeichnet sich ein Trend zur Zentralisierung ab“, so Andrea Pfeifer. Deswegen sollte die Verwaltung Klarheit schaffen, ob sie analog der Zentren in Werries oder Herringen nun auch in Rhynern auf ein zentrales Stadtteilzentrum im Dreiländereck setzen will. „Kommen da dann auch noch weitere Fachmärkte hin, um im Sinne der Verwaltung die Versorgung im Stadtbezirk neu zu strukturieren?“ skizziert Kroker mögliche Entwicklungen.

Die Verwaltung sollte schnell Antworten geben. Es geht nicht an, dass die Politik ihre Informationen aus der Zeitung erfährt und dann nur noch reagieren kann!