08.12.2017 – Soziale Baulandentwicklung

Wie die Verwaltung in Vorlage 1315-17 – Wohnbahlandinitiative Hamm mitteilt, gibt es in Hamm keinen Mangel an Bauland. Offensichtlich gibt es auch kein Problem bei der Mobilisierung dieser Flächen, da offensichtlich in Hamm durchschnittlich mehr Wohnungen gebaut werden als das Bauministerium für nötig hält.

Es gibt allerdings sehr wohl einen Mangel. Das Problem liegt darin, dass nur wenig preisgünstiger Wohnraum zu Verfügung steht. 50% der Haushalte in dieser Stadt haben gemessen am Einkommen, Anspruch auf eine öffentlich geförderte Wohnung. Allerdings gibt es, wiederum laut Aussage der Verwaltung, in Hamm lediglich 9.000 geförderte Wohnungen bei 86.000 vorhandenen Wohneinheiten. Tendenz in den letzten Jahren fallend.

Angesichts dieser Ausgangslage ist es umso verwunderlicher, dass die Verwaltung auf dieses Problem in keiner Weise reagiert. Es ist dringend angzeigt, den Aspekt der sozialen Baulandentwicklung in das Konzept einzuarbeiten, um so sicher zu stellen, das künftig die oben genannten Gruppen bei allen Baulandprojekten über Quotenregelungen berücksichtigt werden.

Was in anderen, reicheren Kommunen möglich ist, sollte in Hamm ebenfalls machbar sein.

Antrag der GRÜNEN Ratsfraktion 0673-17:

Da die genannte Vorlage unübersehbar erhebliche Mängel beinhaltet, bitten wir den Beschlussvorschlag wie folgt zu ändern:

  1. Die Initiative in der vorliegenden Form wird abgelehnt.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Vorlage unter Berücksichtigung sozialer Belange (Soziale Baulandentwicklung) zu überarbeiten.