09.10.2019 – Wielandstraße – auch in Pelkum Flächenfraß ohne Ende

Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes wurde für Pelkum ein Überschuss an Baulandflächen ermittelt und deshalb mehrere Reserve-Flächen ausgewiesen. Von fehlendem Bauland ist der Bezirk Pelkum immer noch weit entfernt. (siehe Stellungnahme 1641/19)

Zurzeit ist das Baugebiet „Weetfelder Straße“ in der Realisierung und es laufen die Erschließungen „Auf der Geist“ und „Michael Straße“ mit insgesamt 120 Wohneinheiten (WE). Mit der gerade beschlossenen Aufstellung des Bebauungsplans Kupferstraße kommen noch einmal 35 WE hinzu.

Das Gelände an der Wielandstraße nun wieder ins Gespräch zu bringen, ist aus GRÜNER Sicht für den geplanten Wohnungsbau rund um das CreativQuartier Bergwerk Ost kontraproduktiv.

Ursprünglich war für die Wielandstraße eine Straßenrandbebauung im Gespräch, die an die Bebauung der Westseite der Straße angelehnt sein sollte. Durch die Erweiterung der Fläche in Richtung Osten nähert sich das Baugebiet nicht nur der am stärksten befahrenden Bahnlinie, sondern auch der dieser Bahnstrecke vorgelagerten Trasse des B 63 – Neubaus (inklusive einer noch nicht absehbaren Nachnutzung und Entwicklung des ehemaligen Rangierbahnhofs).

Die Vermarktung des Baugebietes wird durch diese Tatsache nicht erleichtert. Sie sollte aber weder den Investoren noch den späteren Hauseigentümern verschwiegen werden.

Grundsätzlich kritisiert die Grüne Bezirksvertreterin Elvira Stöhs, dass es hier wieder nur freifinanzierten Wohnungsbau geben soll und sozialer Wohnungsbau von vornherein ausgeschlossen wird. In Zeiten des Klimawandels stellen sich auch Fragen nach klimaneutralem Bauen (CO2-freie Wärme- und Energieversorgung), dem Erhalt von Frischluftschneisen, aber auch nach dem Flächenverbrauch landwirtschaftlich nutzbarer Fläche.

Die erneute Verlegung des Hundeplatzes wird zudem mehr als schwierig, da die Platzsuche schon bei den beiden Vorgängerplätzen Schwierigkeiten bereitet hat.