13.05.2015 – Offener Brief: Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe

Angesichts des aktuellen KiTa-Streiks und der Diskussion um die gesellschaftliche Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe unter anderem durch eine höhere Eingruppierung bitten wir Sie, Herr Oberbürgermeister, Ihren Einfluss als kommunaler Arbeitgeber geltend zu machen und sich für eine gerechte Bezahlung von Sozial- und Erziehungsberufen einzusetzen.

Wir wissen alle, dass Sie sich mit dem Projekt „Kein Kind zurück lassen“ stark identifizieren und Sie sich für dessen Umsetzung seit Jahren einsetzen. Sie wissen auch, dass hierfür fachkundiges, gut ausgebildetes und hoch motiviertes Personal notwendig ist!

Wir brauchen gute Kitas, damit unsere Kinder einen guten Start ins Leben haben. Aber diese pädagogische Höchstleistung hat ihren Preis. Rund 1,2 Milliarden Euro würde die von Verdi geforderte Gehaltsanhebung kosten. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar.

Wir möchten allerdings darauf hinweisen und daran erinnern, dass die von CDU/CSU eingeführte „Herdprämie“ in Form des Betreuungsgeldes genau diese Mehrkosten abdecken kann. Politischer Handlungswille vorausgesetzt, könnte im Sinne unserer Kinder umgesteuert werden und die Arbeit der Sozial- und Erziehungsberufe entsprechend ihrer sozialen und gesellschaftlichen Aufgabenstellung entlohnt werden!

Wir fordern Sie deshalb auf, sich für die Interessen der Beschäftigten einzusetzen und auch als kommunaler Arbeitgeber deutliche Zeichen zu setzen!