17.09.2019 – Nicht noch mehr Lichtsmog

Die GRÜNEN im Bezirk Mitte lehnen die Errichtung von sechs Leuchten für 36.000 € im südlichen Abschnitt des Rothebachs ab – wie von der Verwaltung in einer Beschlussvorlage vorgesehen. Auch wenn es sich um eine stark genutzte Verbindung für Fußgänger und Radfahrer handelt, sehen die GRÜNEN keinen Bedarf. „Durch die Leuchten in den benachbarten Straßen wird dieser Bereich durch die dort vorhandenen Straßenleuchten mit erhellt – vor allem in den dunklen Jahreszeiten“, argumentieren Wolfgang Ruthe und Siegbert Künzel. Radfahrer hätten zudem eigene, mittlerweile sehr leistungsstarke Leuchten. Wem der Weg, der zudem nur ein ausgewiesener Gehweg ist, durch die Parkanlage dennoch zu angstvoll erscheint, kann auch über die Straße „Rothebach“ alle Ziele erreichen. „Wir brauchen nicht noch mehr Lichtsmog!“, plädieren sie für einen Verzicht.

Durch die Beleuchtung könne der Park auch in den Abend- und Nachtstunden zum Aufenthalt einladen – ob die angrenzenden Nachbarn dies so toll finden, wagen die GRÜNEN zu bezweifeln.

Wenn sich dennoch die Mehrheit in der Bezirksvertretung für die Errichtung der Straßenbeleuchtung aussprechen sollte, hoffen die GRÜNEN auf die Verwendung des im „Lichtkonzept“ vorgeschlagenen Leuchtentyps „Grünanlage“: abgeblendete, richtungsneutrale Mastaufsatzleuchten mit minimiertem Streulichlichtanteil (siehe Lichtkonzept S. 18). Davon würden dann auch die nachtaktiven Insekten profitieren, die durch diese Art der Leuchtkörper weniger angelockt werden. Zudem würden, wenn überhaupt, zwei Leuchten reichen, um den gesamten Bereich ausreichend zu beleuchten. Und von 22.00 bis 6.00 Uhr könnten sie ja auch ausgeschaltet oder heruntergedimmt werden, da dann kein Schulbetrieb und auch keine Radtouristen unterwegs sein dürften – die die Verwaltung als Begründung für ihre Beleuchtungsoffensive anführt.