19.09.2016 – Pro Hamm schürt Vorurteile gegen „die“ Politik

Der Pro Hamm Antrag an die Bezirksvertretung Hamm-Mitte, der Hammer Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (HGB) eine Empfehlung auszusprechen, bei Planungen für Studentenwohnungen auch Standorte im Hammer Westen zu berücksichtigen, stößt auf Kritik und Ablehnung der GRÜNEN Bezirksfraktion.

Mit dem Beschluss zum „Integrierten Handlungskonzept „Heimat bleiben – Heimat werden“ und zur städtebaulichen Rahmenplanung „Hamm Weststadt“ habe die Bezirksvertretung Hamm-Mitte im März 2016 dem Rat bereits diese von Pro Hamm geforderte Empfehlung für studentisches Wohnen ausgesprochen, verweisen die GRÜNEN in der Bezirksvertretung auf die aktuelle Beschlusslage.

Die mit dem Antrag unterschwellig erhobene Behauptung, Politik und Verwaltung hätten die letzten 15 Jahre untätig und ignorant verschlafen, schürt mal wieder auf billige Weise die Ressentiments gegenüber „der Politik da oben“.

Pro Hamm verkennt damit, dass seit Jahrzehnten z.B. Wohlfahrtsverbände, Kirchen, Schulen, Kindergärten, das Stadtteilbüro, Politik, Verwaltung und auch zunehmend Migrantenorganisationen engagiert und zunehmend vernetzt an der städtebaulichen und sozialen Verbesserung des von Zuwanderung und Strukturwandel betroffenen Hammer Westens arbeiten. „Die Behauptung, die soziale Balance im Hammer Westen sei zunehmend aus dem Gleichgewicht geraten, ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich für die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität und ein friedliches Zusammenleben im Hammer Westen einsetzen“, ärgert sich der GRÜNE Bezirksfraktionschef Siegbert Künzel. Ohne Kenntnis der jeweils aktuellen sozialen Lage und Probleme würde diese Arbeit keinen Sinn machen.

Hätte Pro Hamm die Rahmenplanung aufmerksam gelesen, hätten sie zudem feststellen können, dass zur Aufwertung des Viktoriaplatzes zum Beispiel der Bunker mit Studentenwohnungen bebaut werden soll. Ob dies durch die HGB oder einen privaten Investor umgesetzt werde, sei dabei zweitrangig.