19.12.2019 – Gestaltungsspielräume für die Stadt?

Nun soll es also ein Hotel werden, dass anstelle des TerVeen Gbäudes errichtet werden soll. Andreas Teppler und die Stadt Hamm verkauften der Dudoq Real Estate die entsprechenden Flächen.

Siegbert Künzel, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion kann sich darüber noch nicht so richtig freuen. „Es ist sicherlich zu begrüßen, dass die Fläche des Kult-Kaufhauses nachgenutzt wird – allerdings sind noch einige Fragen ungeklärt!“, erhofft er sich weitere Informationen seitens der Stadt.

Das von der Wirtschaftsförderung erstellte Gutachten zum Bedarf an weiteren Hotelkapazitäten wurde im zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr nicht vorgestellt oder diskutiert. Was im Kaufvertrag über die Qualität des Baus festgeschrieben wurde, ist ebenfalls unbekannt. Mit dem Klimaaktionsplan 2020-2025 hat sich die GROKO selbst verpflichtet, zukünftige Bauvorhaben auch unter Klimaschutzaspekten zu bewerten und zu entwickeln. Werden die Dachflächen begrünt, um eine Überhitzung der Innenstadt zu vermeiden? Oder wird auf eine CO-2-neutrale Energie und Stromversorgung des Gebäudes ohne Verwendung fossiler Energieträger geachtet? Dies sind einige Aspekte, die die Stadt eigentlich berücksichtigen sollte. „Man kann nur hoffen, dass die noch zu gründende Klimaschutzagentur hier eingebunden wird!“ verweist Künzel erneut auf den Klimaaktionsplan.

Und auch über die architektonische Einbindung des massigen Gebäudekörpers in das Stadtbild macht sich Künzel Gedanken. Für die Entwicklung der Kanalkante rund um das neue Wassersportzentrum wird extra ein Gestaltungsbeirat gegründet. „Ich würde mir wünschen, dass dieser Gestaltungsbeirat auch an dieser Stelle einen Blick auf die Pläne der Dudoq Real Estate werden darf, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen,“ so Künzel.

Gleichzeitig bekräftigt der GRÜNE Politiker noch einmal den Bedarf für den Umbau des Westentors. Der hat sich bereits durch den geplanten Investorenbau „B‘Tween“ um Jahre nach hinten verschoben. „Ich kann nur hoffen, dass durch den Hotelbau nicht wieder ein Grund gefunden wird, diese wichtige Baumaßnahmen noch weiter nach hinten zu schieben!“ Gerade für den zukünftigen Hotelschwerpunkt sollte dabei viel Wert auf die künstlerische Gestaltung eines der wichtigsten Busterminals in Hamm gelegt werden.