25.01.2018 – Lichtbaum erhellt Schwachstellen auf dem Bahnhofsvorplatz

„Das Aufstellen des Lichtbaums hatte wohl auch seine guten Seiten – das Licht hat den Verantwortlichen die Augen über die zahlreichen Versäumnisse in der Präsentation des Bahnhofsvorplatzes geöffnet“, zieht Siegbert Künzel, Bezirksfraktionsvorsitzender der GRÜNEN in Hamm-Mitte eine positive Bilanz über die Diskussion um die Platznutzung und Willkommenskultur der Flächen vor dem Hammer Bahnhof.

Dass nun endlich wieder einmal der Busbahnhof grundgereinigt wird, die „Insel“ sich auf ihre Funktion als Touristeninformation besinnt, alte Schrottfahrräder entfernt, das Fußgängerleitsystem aktualisiert und temporäre bzw. stationäre Nutzungen angedacht werden, sei aus seiner Sicht längst überfällig. Das angekündigte „Lichtkonzept“ und die „Willkommenskultur“ haben somit als Katalysator gewirkt.

Wichtig ist für die GRÜNEN in Hamm-Mitte, dass die Anlieger des Platzes und der Bahnhofsstraße bei der Diskussion mit eingebunden werden. Er verweist dabei auf die berechtigte Kritik von Ulrich Karlheim, dass im Bahnhofsquartier konzeptionell neue Wege gegangen werden müssen, um den baulichen Veränderungen auch neue Inhalte folgen zu lassen. Nur so sei die Frequenz und die Attraktivität des Quartiers dauerhaft zu verbessern.

„Wir sehen auch bei der Kunst im öffentlichen Raum noch Luft nach oben“, erinnert Künzel an die Grundidee eines „Skulpturenparkes“ auf dem Platz der Deutschen Einheit. Auch mit den neuen Leuchten könnten stärkere Akzente im Bereich „Licht“ und „Illumination“ gesetzt werden. Die GRÜNEN sehen zudem dringenden Handlungsbedarf für die kranken Kastanien vor dem Bahnhof und dem Kulturbahnhof. Hier sollte die Stadt für schnellen Ersatz sorgen, bevor die Bäume aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden müssen und man mindestens zwei Jahre auf Ersatz warten muss.

Die GRÜNEN erwarten, dass die Verwaltung ein ganzheitliches Konzept erarbeitet – das natürlich mit den Konzepten für die anderen Quartiere abzustimmen ist und erinnern damit an die Aufgaben für die Verwaltung aus dem städtebaulichen Rahmenplan Innenstadt und dem daraus abgeleiteten Handlungskonzept „Innenstadt 2030“.