30.01.2018 – CDU/SPD in Bönen und Hamm uneins über Sinn der B 63n

Offensichtlich gibt es ernsthafte Differenzen über das Verkehrskonzept InLogParc, das seinerzeit von Bönen und Hamm für das sogenannte Interkommunale Industriegebiet Mersch und InLogParc ausgehandelt wurde. Die früheren Beteuerungen der CDU/SPD/FDP-Befürworter über die Wirksamkeit des Verkehrskonzepts (mit ohne ohne B 63n) werden von der Wirklichkeit längst eingeholt: Verkehrschaos auf der Werler Straße und rund um das Industriegebiet in Bönen.

Die Reaktion aus der Nachbargemeinde Bönen auf die Ankündigung zu einer Lösung der prekären Verkehrssituation im Südwesten Hamms macht deutlich, dass diese komplexe Problematik nicht einseitig aus Hammer Sicht angegangen werden kann. Die Divergenz kommt in den Stellungnahmen von Claudia Gebhard (CDU Bönen) und Anton Harling (CDU Pelkum) deutlich zum Vorschein, stellen Ulrich Kroker und Siegbert Künzel, beide für die GRÜNEN im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr, fest.

Die Schadstoffgrenzwerte an der A2-Anschlussstelle Nordbögge wurden und werden durch den zunehmenden Verkehr schon längst überschritten. Da helfe auch eine B 63 n nichts, denn durch die Straße würde dieser Bereich zusätzlich belastet, so CDU Stadträtin und Kreistagsabgeordnete Claudia Gebhard.

Die CDU in Hamm frohlockt währenddessen über die Ankündigung des OB, die Planungen für die B 63n zu übernehmen. CDU-Politiker Anton Harling bezeichnet dies sogar als „Historischen Durchbruch“ und verweist auf angebliche Entlastungswirkungen.

Die GRÜNEN fordern deshalb erneut einen Stopp der Planungen für die nördliche Erweiterung des InLogParcs. „Wer jetzt noch über eine Erweiterung nachdenkt und weiterhin auf das alte Verkehrskonzept setzt, handelt grob fahrlässig!“ fordert Künzel eine Überarbeitung des Konzepts (ohne B 63n). Notwendig hierfür sind selbstverständlich Gespräche zwischen Bönen und Hamm.

Die beiden GRÜNEN Politiker machen noch einmal deutlich, dass die B 63n aus ihrer Sicht keine Lösung für die Verkehrsprobleme mit sich bringen wird: der Bau nur des Südabschnitts bis zur Weetfelder Straße belastet weiterhin die Innenstadt, beim Bau auch des 2. Abschnitts bis zur Hafenstraße ergeben sich dort die gleichen Probleme wie am anderen Endstück an der Auffahrt A 2 Nordbögge.