Ausstellung Bunker & Kohle eröffnet

Im Schaufenster des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes in Hamm wurde die Ausstellung „Hamm zwischen BUNKER & KOHLE“ jetzt eröffnet. Die Installation der Kuratoren Melissa und David Neblik befasst sich mit der Zeit während und nach dem 2. Weltkrieg. Erinnerungen über die nach Luftangriffen zerstörte Stadt Hamm und ihren Wiederaufbau bis hin zu Geschichten über den Arbeitsalltag, Nacht-und-Nebel-Aktionen als Jugendliche/r und vieles mehr werden durch Interviews u.a. mit Zeitzeugen lebendig. Trauer, Angst, Freude, Liebe – all diese Emotionen finden Platz bei den Erlebnissen, die Zeitzeugen und Bewohner der Stadt aus ihren individuellen Blickwinkeln Revue passieren lassen.

Das Projekt ist Teil einer Masterarbeit von David und Melissa Neblik, die beide an der FH Dortmund Szenografie und Kommunikation studieren. In der Kunstinstallation sollen den Menschen, die die Ausstellung besuchen, Geschichte eindrucksvoll nähergebracht werden. Fünf Personen wurden dafür innerhalb des letzten Jahres interviewt und gaben den beiden Kuratoren Einblicke in das damalige Leben. Einer der Interviewten  ist Wolfgang Komo, GRÜNES Mitglied im Kulturausschuss, der sich seit vielen Jahren für Erinnerungskultur und Vergegenwärtigung der Stadtgeschichte einsetzt. Er empfiehlt unbedingt einen Besuch der Inszenierung. „Das Ausstellungsformat lässt Geschichtsunterricht lebendig werden und Besucher können viel über die damalige Zeit lernen.“ Das Projekt stellt zudem ein gutes Beispiel dafür dar, wie man leer stehende Immobilien sinnvoll temporär nutzen kann und damit etwas mehr Leben in die Stadt bringen kann.

Die Ausstellung kann noch bis zum 23. April 2022 besucht werden. Besondere Wirkung erzielt sie in der Dämmerung, da die Schaufenster des ehemaligen Kaufhofgebäudes mit Beamer-Projektionen bespielt werden. Empfohlen ist ein Besuch ab 18:00 Uhr.

Zeitzeuge und Unterstützer Wolfgang Komo bei der Eröffnung der Ausstellung Bunker & Kohle; Foto: S. Künzel