23.01.2018 – B 63 n: OB weckt falsche Hoffnungen

Die GRÜNEN im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr halten die Aussage des Oberbürgermeisters zur B 63n auf dem Neujahrempfang in Pelkum für unredlich, mit der Ankündigung von städtischen Planungsleistungen Hoffnungen auf die B 63 n in der Bevölkerung zu schüren, deren Baufinanzierung aber überhaupt nicht absehbar ist!

„Wie verzweifelt muss der OB sein, um nach fast 25 Jahren Logistikansiedlung entlang der Autobahn nun selber städtisches Geld (0,5 Mio. €) in die Hand nehmen zu wollen, dass er eigentlich gar nicht hat oder viel besser für seine vielen anderen Visionen ausgeben sollte“, fragen sich Siegbert Künzel und Ulrich Kroker (ASEV).

Die GRÜNEN erneuern ihre Kritik an diesem Autobahn-Bypass. Die sogenannten Experten haben jahrzehntelang mit dem Hinweis auf die B 63n und die A 445 gnaden- und bedenkenlos LKW-orientierte Logistikbetriebe angesiedelt. Diese Fehlentwicklung mit Verkehrschaos in Bönen, Pelkum und Rhynern (Werler Straße) soll nun durch eine weitere, straßenorientierte „Lösung“ behoben werden, statt sich endlich Gedanken über Verkehrsvermeidungen (auch im Güterverkehr) zu machen.

Der gegenüber dem Nordabschnitt „kostengünstigere“ Südabschnitt (von der A2-Abfahrt in Bönen bis zur Rathenaustraße) diene alleine der Erschließung des 2. Bauabschnitts des InlogParcs im Weetfeld, zerschneide dafür aber Freiräume für Naherholung und Landwirtschaft. Der OB verschweige zudem, dass zusätzlich zu den Planungskosten für die B 63 n weitere Kosten auf die Stadt Hamm zurollen werden, sollte seine „Vision“ Wirklichkeit werden; sei es durch den Bau neuer Zubringerstraßen (Provinzial-, Große Werl- und Weetfelder Straße) oder der Behelfs-Anbindung des Südabschnitts von der Rathenaustraße bis zur Kamener Straße. Solange die B 63 n nämlich nicht bis zur Hafenstraße durchgebaut wird, wird sich der überörtliche Durchgangsverkehr dann über diese Spange parallel zum Wiescherbach weiter über den Daberg und durch die Innenstadt schlängeln müssen, sprich der Verkehr wird mal wieder lediglich verlagert und verteilt.

Das macht alles keinen Sinn, so das GRÜNE Fazit.