Gehölzschnitt am Geithebach

Die Uentroper GRÜNEN sehen in den bezirkseigenen Naturräumen und Gehölzstrukturen wie am Geithebach eine wichtige Rolle für den Schutz von Artenvielfalt und Wildtieren, als natürliche CO2-Senke und zum Schutz der Menschen vor Wetterextremen. Angesichts von Abwassereinleitungen und allgemeiner Klimaveränderungen stehen Vegetation, Gewässer und Boden in diesen Räumen bereits unter erheblichem Druck. Im Zuge der geplanten Neugestaltung der Radhauptroute Braam-Ostwennemar sehen die GRÜNEN die Möglichkeit, der natürlichen Entwicklung entlang des Geithebachs zukünftig mehr Raum zu geben.

Nachvollziehbar ist, dass zur Gefahrenabwehr und auch zur ökologischen Entwicklung von belasteten Gewässern gelegentlich auch eingreifende Maßnahmen notwendig sind. Eine frühzeitige Information der Bezirksvertretung und der Öffentlichkeit wird begrüßt.

Die Notwendigkeit einer radikalen Vorgehensweise ist jedoch für Peter Kruse, Bezirksvertreter von Bündnis90/Die Grünen in der BV Uentrop, nicht nachvollziehbar: „Wieso wird hier weitgehend Kahlschlag betrieben anstatt auch Unterholz stehen zu lassen, damit sich die Flächen schneller und besser regenerieren können?“ Der Boden werde mit schwerem Gerät völlig zerfahren und verdichtet anstatt punktuelle Eingriffe vorzunehmen. Eine behutsamere Vorgehensweise bedeute möglicherweise einen finanziellen Mehraufwand, jedoch habe eine lebenswerte Zukunft schließlich ihren Preis.

„Angesichts des voranschreitenden Klimakollaps sollte uns eigentlich jedes Fleckchen Grün und jeder Straßenbaum goldwert sein – wir könnten sie noch brauchen“, gibt Peter Kruse, auch mit Blick auf die zahlreichen Rodungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet, zu Bedenken.

Die GRÜNEN haben ein „1.000-Bäume-Programm“ mit in die Ampel+ eingebracht, mit dem jedes Jahr rund 200 Baumstandorte in der Stadt neu geschaffen werden sollen. So sollen auch im Bezirk Uentrop zirka 140 zusätzliche (!) Straßenbäume bis 2030 gepflanzt werden.